Jessica Iwanson - Lebenslauf
...wird in der Presse nicht zu Unrecht als Begründerin des zeitgenössischen Tanzes in München bezeichnet. Schon in den 70er Jahren gründete die schwedische Choreographin in München eine heute international hochangesehene Schule und ihre Company. Mit Vorstellungen in den damaligen Spielstätten Zirkus Krone, Leopoldtheater und der alten Alabamahalle aber auch mit Auftritten im Rahmen der Reihe München Kultur am Marienplatz sowie anlässlich der IGA im Westpark gewann sie einem damals hierzulande noch neuen Genre ein Publikum.
Ihrer nordischen Heimat blieb sie als Ballettdirektor in Stockholm und Bergen sowie als Gastchoreograph stets verbunden; Stadttheater in Norwegen, Finland, Dänemark und Schweden spielen heute ihr Repertoire.
Seit Mitte der 90er Jahre thematisierte sie in München mit den abendfüllenden Produktionen FLYTTFAGLAR (Zugvögel), ÖKNEN (Wüste) und SNÖ (Schnee) auf immer neue Weise das Spannungsverhältnis von Natur und Mensch.
1997 inszenierte sie fürs schwedische Fernsehen NIGHTBIRDS, eine choreographische Reise in die Bilderwelt Edward Hoppers nach der Musik von Harald Weiss. NIGHTBIRDS oder auch NATTFAGLAR, wie das schwedische Original heisst, wurde inzwischen mehrmals auf ARTE und 3sat auch im deutschsprachigen Raum gesendet, zuletzt im Herbst 2000.
In jüngster Zeit thematisierte sie die choreographische Erfahrung von Raum und Zeit: 1998 in San Diego mit CONNECTING FLIGHT, 1999 mit der Produktion ANDERE ORTE sowie mit TIME OUT mit Premiere im DEZEMBER 2000 in München.
Das Morgenmagazin von ARD/ZDF nannte Jessica Iwanson das 'Bindeglied zwischen der Gründergeneration des Modern Dance und einer jungen Generation von Choreographen'. In der Tat trainierte Jessica Iwanson als junge Tänzerin noch bei Legenden der Tanzgeschichte wie Martha Graham, Alvin Ailey oder Birgit Cullberg; und wirft man heute einen Blick auf die zeitgenössische Tanzszene Münchens, entdeckt man sowohl bei Tänzern als auch bei Choreographen eine ganze Generation von Absolventen der Iwanson Schule. So fliessen seit Jahren weit über 50 Prozent der Tanz-Fördermittel des Kulturreferats der Stadt München an Produktionen ehemaliger Iwanson-Schüler.
Im Frühjahr 2001 wurde Jessica Iwanson "für ihre Verdienste um den zeitgenössischen Tanz" mit der Ehrenmedaille München leuchtet in Silber ausgezeichnet.
Bürgermeisterin Dr. Gertraud Burkert überreicht Jessica Iwanson die Medaille "München leuchtet - Den Freunden Münchens" in Silber.
Dabei stellte sie fest:
"Ihnen und Ihrer Schule ist es zu verdanken, dass München, wo der Tanz erst in jüngster Zeit die ihm gebührende Rolle unter den darstellenden Künsten eingenommen hat, auch in der Ausbildung ganz vorne mitmischt."
Im Frühjahr 2005 brachte Jessica Iwanson, 20 Jahre nach ihrem letzten Soloabend wieder eine Soloproduktion heraus. Die umjubelte Premiere im tanzspeicherWürzburg wird von der Presse begeistert besprochen: "Das ist getanztes Theater auf höchstem Niveau."
Im Herbst 2006 brachte sie im Münchner Künstlerhaus die Strindbergadaption DIE STÄRKERE heraus.
Im April 2007 begründet sie die Iwanson-Sixt-Stiftung für zeitgenössischen Tanz.
Im April 2008 gratuliert der Münchner Kulturreferent Dr. Hans Georg Küppers der "Grand Dame des modernen Tanzes" zum 60. Geburtstag.
Im April 2010 erhält Jessica Iwanson den Tanzpreis der Landeshauptstadt München
30 Jahre Iwanson - zeitgenössischer Tanz in München
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